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Opferentschädigung – Voraussetzungen und Leistungen

Jedermann kann Opfer einer Gewalttat werden. Aus diesem Grunde gewährt das Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (Opferentschädigungsgesetz – OEG) Personen, welche infolge eines vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffs gegen ihre oder eine andere Person oder durch dessen rechtmäßige Abwehr im Geltungsbereich der BRD  eine gesundheitliche Schädigung erleiden, eine finanzielle Entschädigung. Auf Antrag können die Opfer wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen dieses Angriffs Leistungen nach dem OEG erhalten.

Der Entschädigungsanspruch berücksichtigt, dass es neben der regelmäßigen körperlichen Einbuße insbesondere auch zu wirtschaftlichen Einbußen kommen kann. Da diese Einbußen nicht durch andere sozialrechtliche Regelung aufgefangen werden, sollen die Leistung aus dem OEG die Folgen ausgleichen. Zumal der Täter des rechtswidrigen Angriffs oft unbekannt oder leistungsunfähig ist.

Das OEG gleicht keine reinen Vermögensschäden aus, sondern greift dort ein, wo das Opfer des Verbrechens aufgrund der erlittenen körperlichen oder seelischen Schäden aus eigener Kraft seine wirtschaftliche Existenz nicht versichern kann.

Einen Leistungsanspruch haben neben dem Opfer gegebenenfalls auch Hinterbliebene. Daneben können auch mittelbar Geschädigte Leistungen erhalten. Dies betrifft z.B. eine Mutte, der die Polizei die Nachricht über die Tötung ihrer Tochter überbringt und infolgedessen einen schweren Schock erleidet.

In zahlreichen Fällen müssen Leistungsansprüche rechtlich durchgesetzt werden. Hierbei bietet z.B. der „Weiße Ring“ Personen, die über kein  auskömmliches Einkommen verfügen, Unterstützung an. Nähere Informationen hierzu können über den „Weißen Ring“ bezogen werden. Aus unserer Sicht ist es darüber hinaus auch wichtig, sein Anspruch mittels forensisch erfahrener Rechtsanwälte durchzusetzen.